Partnerschaft für Demokratie im Vogtlandkreis
Denise Fritsch
Bahnhofstraße 8
08209 Auerbach

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Über uns

Was ist eine lokale „Partnerschaft für Demokratie“?

Durch das Bundesprogramm werden in ganz Deutschland kommunale Gebietskörperschaften (Städte, Landkreise und kommunale Zusammenschlüsse) unterstützt, „Partnerschaften für Demokratie“ als strukturell angelegte lokale bzw. regionale Bündnisse aufzubauen.

In diesen „Partnerschaften für Demokratie“ kommen die Verantwortlichen aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft - aus Vereinen und Verbänden über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten - zusammen. Anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen entwickeln sie gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie.

Die Förderbedingungen sind der Förderleitlinie 2019 zu entnehmen.

Wie arbeitet eine lokale „Partnerschaft für Demokratie“?

Den geförderten Kommunen stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jährlich - mit einer Perspektive von 5 Jahren beginnend ab 2015 - Gelder für einen Aktions- und Initiativfonds zur Verfügung, aus dem konkrete Einzelmaßnahmen finanziert werden können. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein Demokratiefest, eine Plakataktion oder aber auch um Lehr- und Informationsmaterialien handeln.

Über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheidet ein Begleitausschuss, der neben Vertreterinnen und Vertretern aus möglichst allen relevanten Ressorts der kommunalen Verwaltung und anderer staatlicher Institutionen mehrheitlich mit lokalen bzw. regionalen Handlungsträgern aus der Zivilgesellschaft besetzt wird. Der Begleitausschuss fungiert als strategisch handelndes, zentrales Gremium bei der Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“.

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung der Einzelmaßnahmen richten die geförderten Kommunen eine Koordinierungs- und Fachstelle ein, die in der Regel bei einem freien Träger angesiedelt ist. Sie ist für die Steuerung der Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ zuständig, fungiert als Ansprechpartner und trägt zur Bekanntmachung der vor Ort geleisteten Maßnahmen bei.

Für Maßnahmen zur Partizipation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit werden den geförderten Kommunen gesondert Mittel zur Verfügung gestellt. Durch geeignete Maßnahmen soll hiermit die Arbeit der „Partnerschaft für Demokratie“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht und für eine Mitwirkung geworben werden. Im Rahmen der angestrebten Vernetzung sollen zudem zivilgesellschaftliche Akteure im Themenfeld aus der Region an der Entwicklung und Fortschreibung der „Partnerschaft für Demokratie“ aktiv beteiligt werden. Hierzu findet unter anderem zwei Mal pro Jahr eine lokale Demokratiekonferenz statt, zu der alle relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure, entsprechende Einrichtungen und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung eingeladen werden, um partizipativ den Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit in der Partnerschaft für Demokratie zu reflektieren und zu bestimmen.

Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an den „Partnerschaften für Demokratie“ werden darüber hinaus Jugendforen eingerichtet, die von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Zur Umsetzung eigener Maßnahmen werden den Jugendforen gesondert Fördermittel bereitgestellt.

Ziele der Partnerschaft für Demokratie im Vogtlandkreis für das Jahr 2019

Leitziel

Die Mehrzahl der Zivilgesellschaft im Vogtlandkreis setzt sich ein für Demokratie und Toleranz

Mittlerziel 1:

Menschenverachtende und nichtdemokratische Handlungsweisen und Bestrebungen sind bekannt. Eine bedarfsorientierte Projektarbeit stärkt demokratische Kräfte der Zivilgesellschaft

Handlungsziel 1.2

Die Teilhabe und die Lobby für gesellschaftlich ausgegrenzte und marginalisierte Gruppen ist verbessert. In inklusiven und integrativen Maßnahmen werden diese Zielgruppen unmittelbar unterstützt, eingebunden und gestärkt.

Handlungsziel 1.3:

In Schulen, Bildungseinrichtungen sowie im Gemeinwesen, sind verstärkt Präventions-, Aufklärungs- und Bildungsangebote im Zusammenhang mit verfassungsfeindlichen Einstellungen, Haltungen und Handlungen umgesetzt.

Mittlerziel 2:

Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind ihre Rechte auf Mitbestimmung und Mitsprache bekannt. Sie beteiligen sich an gesellschaftlichen demokratischen Prozessen

Handlungsziel 2.1

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind über Multiplikator/innen in Schule, Jugendarbeit und Zivilgesellschaft angesprochen und Angebote der Beteiligung sind unterbreitet.

Handlungsziel 2.2

In mehreren Kommunen der Förderregion sind, am Bedarf orientierte Maßnahmen der Beteiligung umgesetzt, auch Kinder und Jugendliche bringen sich aktiv ein.

Handlungsziel 2.3

Mit jährlichen Jugend-Ideen-Konferenzen sind im Landkreis Austauschplattformen geschaffen, die Kinder und Jugendliche in die Lage versetzten, sich eigene Ziele zu erarbeiten und an deren Verwirklichung aktiv mitzuwirken. Die Konferenzen finden in den größeren Kommunen mit Schulstandorten und Orten der offenen Kinder- und Jugendarbeit statt, um Umsetzung und Nachhaltigkeit zu sichern.

Quelle: https://vielfalt-vogtland.de/%C3%9Cber_uns

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